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News 8. Februar 2021
Zukunftsmusik: Auf Perron Gleis 12/13 ist bereits die Treppe in die künftige Unterführung zu sehen.

Informationen zu den Bauarbeiten bis April 2021

Hier finden Sie einen Überblick über die aktuellen und kommenden Arbeiten bis April 2021.

Bahnhof Bern, «Unterführung Mitte»
Bei diesem Projekt steht ein weiterer Meilenstein bevor: Anfang März schliesst die SBB die Bauarbeiten auf dem Perron Gleis 12/13 vorläufig ab. Dieses Perron wird am Montag, 8. März 2021 wieder vollständig in Betrieb genommen. Darunter wurde im letzten Jahr ein erster Abschnitt der neuen Unterführung gebaut. Sogar die Treppenaufgänge zwischen der neuen Unterführung und dem Perron sind schon errichtet und lassen die Dimensionen des künftigen Bahnhofes etwas erahnen. Gleichzeitig hat die SBB das Perron wo möglich auf die im Behindertengleichstellungsgesetz geforderte Höhe erhöht, für ein barrierefreies Ein- und Aussteigen. Die oberste Belagsschicht des erhöhten Perrons und die definitive Möblierung werden im Juli eingebracht. Bereits im März beginnen die Bauarbeiten der nächsten Bauetappe. Was bisher bei Gleis 12/13 geschah, wird nun auch bei den Gleisen 9, 10 und 11 angegangen: Unter den Gleisen wird die Unterführung weiter Richtung Süden gebaut und das Perron wird erhöht. In einer ersten Etappe bohrt die SBB Mikropfähle für die Baugrubensicherung. Danach folgen der Bau der Unterführung und die Erhöhung des Perrons.
Diese Bauarbeiten werden starke Auswirkungen auf die Reisenden haben, da die drei betroffenen Gleise inklusive Perron zwischenzeitlich gesperrt werden müssen. Die Züge werden auf anderen Gleisen ankommen und abfahren, es wird lärmig und staubig in der Perronhalle. Wir bitten die Reisenden, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren. Auch der Zugang zum Perron Gleis 9/10 wird zwischenzeitlich erschwert, wenn einzelne Treppen oder die Rampe gesperrt werden müssen oder das Perron zwischenzeitlich nur halbseitig in Betrieb ist. Die Anwohnenden sind weiterhin von den Emissionen der Materialtransporte betroffen. Dies vor allem bei der Aebimatt und beim Installationsplatz auf der Grossen Schanze. Die SBB bittet um Verständnis und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten.

Laupenstrasse
Der Zugangsstollen ist nahezu fertig ausgebrochen. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, beginnen ab Mitte Februar die Ausbrucharbeiten für die beiden Bahnhofskavernen. Diese werden dereinst das Herzstück des neuen, unterirdischen RBS-Bahnhofs. Der Ausbruch der Bahnhofskavernen erfolgt im Zweischichtbetrieb, dabei werden die Ausbruchs- und Sicherungsarbeiten der beiden grossen Kavernen in mehrere Teilquerschnitte unterteilt. Diese «Hauptarbeiten» werden anschliessend die nächsten Jahre fortgeführt.

Eilgut
Die Arbeiten zur Herstellung des dritten und letzten Deckelabschnittes im Eilgutareal sind abgeschlossen. Inzwischen werden die bahntechnischen Anlagen und die Gleise darüber wieder eingebaut. Der Aushub des Zugangsschachtes und des Tunnels unter dem Deckel dauert an und wird bis zur Fertigstellung dieses Tunnelabschnitts die nächsten Jahre fortgeführt.

Hirschenpark
Im November hat der Vortrieb des künftigen Zufahrtstunnels begonnen. Die Tunnelbauarbeiten werden nun voraussichtlich bis im Frühjahr 2022 vom Hirschenpark in Richtung Eilgutareal vorangetrieben, unter dessen Bereich sich der neue Zufahrtstunnel später aufteilen und mit den eigentlichen Bahnhofskavernen zusammengeschlossen wird. Der Fels im Tunnel Bierhübeli wird dabei etappenweise ausgebrochen, gesichert und anschliessend betoniert, ehe die nächste Etappe beginnt. Den aktuellen Stand der sowie eine Wochenprognose der Arbeiten finden Sie hier.

Die aktuelle Terminübersicht (Stand Februar 2021) finden Sie hier.

 

7. März 2021: Abstimmung über die Verkehrsmassnahmen der Stadt Bern
Der Ausbau des Bahnhofes durch SBB und RBS betrifft auch die Stadt Bern: Damit die stark wach-senden Passantenströme rasch und sicher zum Bahnhof gelangen können, muss sie den Bereich vor dem neuen Zugang Bubenberg anpassen und dem Fussverkehr mehr Platz einräumen. Um gleichzeitig sicherzustellen, dass der ÖV weiterhin flüssig zirkulieren kann, muss der motorisierte Individualverkehr auf der Achse Inselplatz-Bahnhofplatz-Bollwerk um rund 60 Prozent reduziert werden. Die Stadt plant deshalb, das Verkehrsregime im Bahnhofumfeld anzupassen und gewisse Abbiegebeziehungen einzuschränken. Allein mit oberirdischen Querungsmöglichkeiten sind die zu erwartenden Passantenströme aber nicht zu bewältigen: Künftig dürften in Spitzenzeiten über 16’000 Personen pro Stunde den Bubenbergplatz überqueren – 2016 waren es noch rund 6’000 Personen. Deshalb plant die Stadt Bern den Bau einer unterirdischen Personenpassage, welche den neuen Zugang Bubenberg mit dem Hirschengraben verbindet. Weil der Aufgang dieser Passage just dort zu liegen kommt, wo heute das Adrian von Bubenberg-Denkmal steht, muss dieses in die Mitte des Hirschengrabenparks verschoben werden. Gleichzeitig wird die ganze Parkanlage neugestaltet und aufgewertet. Die Kosten für die Massnahmen der Stadt Bern, zu denen auch die barrierefreie Anpassung der ÖV-Haltestellen sowie Verbesserungen für den Veloverkehr gehören, betragen rund 112 Millionen Franken. Die Stadt kann allerdings mit namhafter Unterstützung rechnen: Voraussichtlich werden gut 58 Millionen Franken in Form von Beiträgen von Bund und Kanton in die Stadtkasse zurückfliessen. Die Volksabstimmung in der Stadt Bern findet am 7. März 2021 statt.

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