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Stories 13. November 2019

Die Baugrube Hirschenpark erhält einen Balkon

Die Baugrube beim Hirschenpark, von wo aus der Zufahrtstunnel für den neuen RBS-Bahnhof gebaut wird, sticht ins Auge. Damit die unmittelbar oberhalb der Baustelle durchführende Neubrückstrasse nicht dauerhaft eingeschränkt wird, ist eine Art Balkon für den Fuss- und Veloverkehr die Lösung.

Sie ist nicht zu übersehen, die markante Wand aus Betonsäulen zwischen Tiefenau- und Neubrückstrasse, welche beinahe den Anschein erweckt, als würde hier ein römischer Palast errichtet. Hier wird aber nicht etwa ein altertümlicher Prachtbau angefertigt, vielmehr entsteht eine rund 15 bis 30 Meter tiefe Baugrube, von wo aus ab Herbst 2020 der Zufahrtstunnel für den neuen RBS-Bahnhof vorgetrieben wird.

Die markante Wand, bei der es sich um eine sogenannte rückverankerte Bohrpfahlwand handelt, stellt dabei die Umrandung der Baugrube dar. Damit diese massive Wand erstellt werden konnte, musste bei der Bushaltestelle «Bierhübeli» ein Teil der dortigen sogenannten Lehnenkonstruktion abgebrochen, die Bushaltestelle um circa 50 Meter verlegt und Velofahrer sowie Fussgänger zeitweise umgeleitet werden.

Die Wand rund um die Baugrube Hirschenpark. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Bohrpfahlwand.

Damit dieser Zustand nicht während der gesamten Bauzeit von rund 10 Jahren so bleibt, wird eine Ersatzkonstruktion aus Stahl errichtet, welche von unten betrachtet stark an einen grossen Balkon erinnert. Ursprünglich als Holzkonstruktion geplant, musste der Bau aufgrund neuer statischer Anforderungen kurzfristig umgeplant und neu Stahlbauer anstelle von Holzbaufachleuten für die Realisierung gewonnen werden.

Ein Balkon mit Aussicht

Die rund 3,5 Meter breite und 42 Meter lange Stahlkonstruktion umfasst über sechzehn knapp 6 Meter lange Stahlstützen, welche auf der Oberseite der Baugrubenwand – den sogenannten Bohrpfahlkopfriegel – abgestützt werden. Für das Stahlgerüst wurden knapp 12 Tonnen Stahlträger und -stützen in luftiger Höhe mithilfe eines mobilen Krans und einer Hebebühne montiert. Als Absturzsicherung wird am Rand des Balkons eine grafisch gestaltete und mit Guckfenstern versehene Bauwand errichtet.

Die Stahlkonstruktion bei der Bushaltestelle «Bierhübeli» erinnert stark an einen Balkon.

Bis voraussichtlich Mitte November 2019 wird die Plattform fertiggestellt sein und der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung gestellt werden können. Das bedeutet, dass die Bushaltestellen wieder vor das Bierhübeli verschoben werden kann. Wer auf den Bus wartet, nach dem Erklimmen des Bierhübelistutzes eine Verschnaufpause braucht oder aus anderen Gründen auf dem neuen Balkon verweilt, kann künftig von dort aus die spannenden Bauarbeiten in der Baugrube beobachten.


Wer sich den Weg zum Hirschenpark sparen möchte, kann den Baufortschritt auch von zuhause aus mitverfolgen. Hier finden Sie neu eine Baustellen-Webcam mit Sicht auf die Baustelle Hirschenpark.

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