Der Bahnhof Bern wird zum modernen Mobilitätshub

Bern ist der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz und eine wichtige Drehscheibe im nationalen und internationalen Bahnverkehr. Der Ausbau des Bahnhofs Bern bringt den Fahrgästen und Passantinnen und Passanten wesentliche Vorteile.

Vorteile für Fahrgäste, Passantinnen und Passanten

Der Ausbau des Bahnhofs Bern ermöglicht mehr Verbindungen und mehr Komfort im Bahnverkehr, im Bahnhof und beim Bahnhofzugang:

  • Mehr Züge dank Taktverdichtungen bei der S-Bahn und auf den Hauptlinien des Fernverkehrs
  • Mehr Platz in den Zügen dank zusätzlichen Doppelstockwagen und längeren Zügen
  • Bequemeres Einsteigen auf den Perrons und mehr Platz in Passagen und der Perronhalle
  • Hellere und freundlichere Atmosphäre in den Passagen
  • Kürzere Umsteigewege zwischen den Perrons dank neuer Personenunterführung
  • Einfachere Orientierung für geh- und sehbehinderte Menschen
  • Mehr Zugänge und kürzere Umsteigewege zu den regionalen Postautos
  • Leistungsfähiger, zweiter Hauptzugang im Westen
  • Direkte, fussgängerfreundliche Verbindung zum Hirschengraben / City West
  • Kurze Umsteigewege auf Tram / Bus / Postauto
  • Weniger Gedränge auf dem Bahnhofplatz und an dessen Haltestellen.

Massnahmen zur Leistungssteigerung der ÖV-Drehscheibe Bern

Um das Projekt Zukunft Bahnhof Bern zu unterstützen und die Leistungen des ÖV-Knotens Bern zu verbessern, realisiert die SBB zahlreiche weitere Projekte. Sie ermöglichen mehr Flexibilität, mehr Kapazität, mehr Pünktlichkeit und mehr Komfort.

Zwei wichtige Projekte – und Voraussetzungen für weitere Ausbauschritte – wurden bereits realisiert:

  • Verkürzung der Zugfolgezeit: die Züge zwischen Wankdorf und Bahnhof Bern folgen sich jetzt im Abstand von zwei Minuten statt wie früher drei Minuten.
  • Erhöhung und Verlängerung Perron Gleis 7/8 westlich der Welle im Bahnhof Bern. So können neu auch 400 Meter lange Züge halten.

Entflechtung Wylerfeld

Die Entflechtung Wylerfeld ist ein Schlüsselprojekt für mehr Verbindungen und Pünktlichkeit im Bahnknoten Bern. Sie behebt die Konflikte beim Kreuzen von Zügen im Osten von Bern, wo die vielbefahrenen Bahnstrecken Olten – Bern, Biel – Bern und Thun – Bern zusammenlaufen. Dazu erstellt die SBB einen 872 Meter langen Tunnel, der das Kreuzen von Zügen auf verschiedenen Ebenen ermöglicht. Baubeginn war im Januar 2016. Die Inbetriebnahme erfolgt im Jahr 2022.

Anpassungen Bahnhof Bern Wankdorf

Zusammen mit der Entflechtung Wylerfeld baut die SBB die südliche Perronanlage des Bahnhofs Bern Wankdorf aus. Dank einem neuen Aussenperron können Reisende direkt vom Max-Daetwyler-Platz in die Züge Richtung Bern einsteigen. Zudem wird das Mittelperron (Gleis1/2) verbreitert und gemäss den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) umgestaltet. Um die Kapazität zu steigern, werden ebenfalls die Zugänge (Passarelle) verbreitert.

Neue Stellwerke für pünktlichen Zugverkehr

Stellwerke steuern alle Elemente, die zur sicheren, kollisionsfreien Fahrt eines Zuges nötig sind. Sie sorgen für das richtige Zusammenspiel von Weichen, Signalen, Gleisfreimeldungen und Bahnübergängen. Verschiedene Stellwerke im Knoten Bern haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und müssen ersetzt werden.

In Bern Weyermannshaus erstellten die SBB ein neues Bahntechnikgebäude und ersetzten die alten «historischen» Stellwerksanlagen. Zudem wurden die bahntechnischen Anlagen erneuert. Die Anlage im Weyermannshaus kann so nicht nur wie bisher für den Güterverkehr, sondern auch für das Abstellen von Personenzügen eingesetzt werden.

Das Stellwerk Aebimatt wird ersetzt und in die neue Sicherungsanlage integriert. Dadurch wird die gesamte Gleisanlage im Bahnhof Bern von einem Ort überwacht. Die moderne Infrastruktur sorgt dafür, dass die Züge trotz Mehrverkehr auf den Schienen pünktlich verkehren. Die neue Sicherungsanlage ist Basis für alle Folgeprojekte und Ausbauten im Raum Bern.

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