Der Bahnhof Bern der Zukunft

Damit er auch in Zukunft seine Funktionen erfüllt und als Drehscheibe dient, wird der Bahnhof Bern ausgebaut. Bern ist der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz. Im in- und ausländischen Bahnverkehr spielt er eine zentrale Rolle. Heute stösst er betrieblich und räumlich an seine Grenzen.


Eine virtuelle Tour durch den Bahnhof Bern der Zukunft. (Projektstand 2012)

Im Rahmen von Zukunft Bahnhof Bern realisieren die SBB und der RBS zwei grosse Projekte:

  • Neuer RBS-Bahnhof: Der RBS erstellt unterhalb der bestehenden Gleise 2 – 7 des SBB-Bahnhofs einen neuen Tiefbahnhof mit vier Gleisen.
  • Neue Unterführung mit neuen Zugängen im SBB-Bahnhof: Die SBB baut zwischen der bisherigen Bahnhofsunterführung und der Welle eine zweite unterirdische Passage, die «Unterführung Mitte» mit Zugängen von der Länggasse und vom Bubenbergplatz her.

Die Stadt Bern will abgestimmt auf den Ausbau des Bahnhofs bis 2025 den Verkehr im Bahnhofumfeld neu organisieren und gestalten. Damit sollen die stark wachsenden Passantenströme rasch und sicher vom und zum Bahnhof geführt und Verbesserungen für den Tram- und Busverkehr sowie den Fuss- und den Veloverkehr erzielt werden.

Im zweiten Ausbauschritt plant die SBB, den Bahnhof Bern seitlich zu erweitern. Vorgesehen sind vier zusätzliche Gleise unter der Grossen Schanze. Damit kann das Angebot im Fern- und Regionalverkehr weiter ausgebaut werden. Diese Erweiterung wird im Rahmen des Strategischen Entwicklungsprogramms Bahninfrastruktur (STEP) erfolgen und zwischen dem Bundesamt für Verkehr (BAV), den betroffenen Kantonen und Bahnen abgestimmt. Aufgrund der vorliegenden Planungsergebnisse ist absehbar, dass eine Inbetriebnahme frühestens in einem Zeithorizont 2040 (oder später) erfolgen wird.

Das kostet der erste Ausbauschritt

Die Kosten des ersten Ausbauschritts von Zukunft Bahnhof Bern belaufen sich auf:

  • 614 Mio. Franken (± 10 %; Anteil Bund 450 Mio., Anteil Kanton Bern 164 Mio.) für den neuen RBS-Bahnhof
  • 360 Mio. Franken (± 10 %; Anteil Bund 121 Mio., Anteil Kanton Bern und Stadt Bern 239 Mio.) für den Ausbau der Publikumsanlagen SBB (als Agglomerationsprojekt mitfinanziert über den Infrastrukturfonds)
  • Beim heutigen Planungsstand werden die Kosten der Verkehrsmassnahmen der Stadt Bern auf maximal 93 Mio. Franken geschätzt. Für diese Massnahmen ist die Stadt Bern verantwortlich. Über das Agglomerationsprogramm der 3. Generation wurden die Massnahmen zur Mitfinanzierung durch den Bund angemeldet. Stimmt der Bund dem Antrag zu, wird der Kanton Bern ebenfalls Beiträge leisten.