Auswirkungen der Bauarbeiten – Schutz von Mensch und Umwelt

SBB, RBS und die Stadt Bern, sowie die von ihnen beauftragten Unternehmen setzen alles daran, negative Auswirkungen der Baustelle auf Anwohner klein zu halten und die Umwelt zu schützen.

Das Bundesamt für Verkehr hat die Baubewilligung an strenge Auflagen zum Schutz von Mensch und Umwelt gebunden. In umfassenden Umweltverträglichkeitsberichten wurde geprüft, ob die Bauprojekte alle Normen einhalten und die Behörden haben entsprechende Massnahmen angeordnet. Darüber hinaus versprechen die Bauherren, störende Arbeiten auf ein Minimum zu beschränken.

Lärm

Trotz Schutzmassnahmen werden manche Arbeiten starken Lärm verursachen. Die Bauherren SBB und RBS sind sich bewusst, dass dies für die Anwohnerinnen und Anwohner störend sein wird. Sie sind darauf bedacht, unvermeidbar lärmintensive Arbeiten tagsüber, während der „Geschäftszeiten“, durchzuführen. Besonders intensive Arbeiten werden nach Möglichkeit angekündigt, unter anderem hier auf der Startseite unter „Aktuelle Situation“.

Abgase, Staub und Gerüche

Luftschadstoff-Emissionen und Staubentwicklungen entstehen durch den Einsatz von Baumaschinen und Geräten auf der Baustelle sowie durch Bautransporte innerhalb der Baustelle und auf dem öffentlichen Strassennetz. Es sind diverse Massnahmen und Kontrollen vorgesehen, um die Emissionen so tief wie möglich zu halten. So sind Zufahrten zu den Baustellen mit einem festen Belag versehen und Materiallagerstätten müssen vor Wind geschützt werden.

Erschütterungen

Beim RBS können folgende Bauvorgänge beim Untertagebau zu Erschütterungen führen: die Baugrubenabschlüsse im Hirschenpark und Eilgutareal sowie der bergmännische Tunnelvortrieb. Diese Arbeiten werden überwacht. Zeigen die Messungen, dass ein Alarmwert überschritten wird, reagieren die Verantwortlichen unverzüglich und ergreifen Gegenmassnahmen. Arbeiten, die Erschütterungen verursachen könnten, sind zeitlich begrenzt. Die betroffenen Liegenschaften werden frühzeitig informiert.

Unumgängliche Nachtarbeiten

Manche Bauarbeiten unmittelbar an den Bahngeleisen können nur in der Nacht ausgeführt werden. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner werden wenn immer möglich vorgängig informiert.

Bäume

Im Hirschenpark, an der Laupenstrasse und auf der Grossen Schanze müssen mehrere Bäume den Installationsplätzen weichen. Die Bauherren RBS und SBB haben sich gegenüber der Stadt Bern verpflichtet, dass sich die Eingriffe in den Baumbestand auf ein Minimum beschränken. Bäume, die erhalten bleiben, müssen gemäss den Baunormen der Stadt Bern vor Schäden geschützt werden. Die Installation dieser Schutzmassnahmen wird durch eine Fachperson begleitet und von Stadtgrün Bern abgenommen. Die Bauherren sind verpflichtet, nach Abschluss der Bauarbeiten neue Bäume zu pflanzen und schon heute weitere Massnahmen zu ergreifen. So hat der RBS zum Beispiel im Hirschenpark den Abschnitt zwischen Wildparkstrasse und Innere Enge im Frühling 2017 aufgewertet. Er hat ökologisch wertvolle Pflanzen wie Wildrosen eingesät und Holzhaufen aufgeschichtet. Eine seltene Flechte an einem zu fällenden Baum wurde im Juni 2017 von einem Spezialisten entfernt und wird an einem anderen Baum wieder „angesetzt“ werden.

Unabhängige Umweltbaubegleitung

Im Rahmen der Umweltbaubegleitung wird während der Bauphase laufend geprüft, ob die vorgeschriebenen Massnahmen eingehalten werden.